Ambulante Hospizdienste Rhein-Lahn luden zu „Hamnet“ ins Kino-Center Nastätten ein

Wie leben Menschen weiter, wenn ein geliebter Mensch fehlt? Was bleibt von ihm; in Erinnerungen, in Beziehungen und vielleicht sogar in Geschichten? Mit diesen Fragen berührt der Film „Hamnet“ Themen, die auch die Arbeit der Ambulanten Hospizdienste Rhein-Lahn prägen. Anlässlich des Welthospiztages luden die Hospizdienste am 10. Oktober zu einer besonderen Filmvorführung ins Kino-Center Nastätten ein.

„Hamnet“ erzählt die Geschichte von William Shakespeare und seiner Frau Agnes und stellt dabei vor allem ihre Familie in den Mittelpunkt. Als ihr elfjähriger Sohn Hamnet stirbt, verändert der Verlust das Leben der Familie grundlegend. Der Film erzählt eindringlich von Liebe und Trauer, vom Weiterleben nach einem schweren Verlust und davon, wie Schmerz Ausdruck finden kann.

Damit griff die Filmvorführung Themen auf, denen auch die haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden der Ambulanten Hospizdienste Rhein-Lahn in ihrer Arbeit immer wieder begegnen. Sie begleiten schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige und sind auch für Trauernde da. Dabei geht es nicht darum, Trauer möglichst schnell hinter sich zu lassen. Vielmehr darf sie ihren Platz haben, ebenso wie die Erinnerungen an einen Menschen, der fehlt.

Das Kino-Center Nastätten bot dafür einen besonderen Rahmen. Bei Popcorn und Getränken konnten die vielen Besucherinnen und Besucher gemeinsam einen Film erleben, der noch lange nach dem Abspann Stoff zum Nachdenken und für Gespräche bot. Auch rund um die Vorführung bestand Gelegenheit, mit den Ambulanten Hospizdiensten Rhein-Lahn ins Gespräch zu kommen und mehr über ihre Arbeit und die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements zu erfahren.

„Filme können manchmal etwas ausdrücken, wofür vielen Menschen im Alltag die Räume fehlen“, sagt Jennifer Ingmann, Vorsitzende der Ambulanten Hospizdienste Rhein-Lahn. „Genau solche Räume für Trauer, Erinnerung und Begegnung möchten wir auch mit unserer Hospizarbeit schaffen.“ Kino-Inhaber Ralf Holl, der den Kinonachmittag wie im vergangenen Jahr unterstützte, lobte das große Engagement der Hospizdienste und ihren Wert für die Gesellschaft. Ebenfalls unterstützt wurde die kostenlose Veranstaltung von der Amts-Apotheke, der Friedrich-Apotheke und dem Rewe Nastätten.

Die Kinoveranstaltung war Teil der Aktivitäten der Ambulanten Hospizdienste Rhein-Lahn rund um den Welthospiztag. Dieser macht jedes Jahr im Oktober auf die Hospiz- und Palliativarbeit aufmerksam und darauf, wie wichtig eine offene gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer ist.

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