Neues Domizil im Herzen von Nassau – Tag der offenen Tür und Einweihung am 12. April

Die ambulanten Hospizdienste Rhein-Lahn e.V. haben ein neues Domizil. Am Wochenende waren Maler und Umzugshelfer am Werk. Warum ziehen die Dienste, deren Ehrenamtler*innen schwerstkranke und sterbende Menschen betreuen, um? Die Vorsitzende Jennifer Ingmann erklärt es: „Weil wir gerne Mitten ins Leben wollen, ins Herz der Stadt Nassau. Da gehört unser Thema hin.“ Verbunden mit einem Tag der offenen Tür findet die Einweihung der neuen Räume in der Späthestraße 5 am Sonntag, 12. April statt.

Von 15 bis 18 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen, jede Menge Möglichkeiten, sich über den Verein zu informieren und zu erfahren, wie man ihn ehrenamtlich oder finanziell unterstützen kann oder sich einfach nur in den neuen Räumlichkeiten umzusehen. Aus dem neuen Büro soll eine Begegnungsstätte werden. Ein Platz, an dem sich alle, die die Dienste in Anspruch nehmen wollen sowie die ehrenamtlichen Begleiter treffen können.

Die Begleiter wie die Koordinatoren sind „Einzelkämpfer“, erzählt Jennifer Ingmann. Darum sei es wichtig, für sie eine Stätte zu schaffen, an der sie sich treffen und austauschen können. Musste man bisher für Veranstaltungen wie Workshops, Fortbildungsabende, Mitgliederversammlung, die Qualifikationskurse oder Supervisionen externe Räume anmieten, so können diese nun in der neuen Begegnungsstätte stattfinden.

Ursprünglich hatten die ambulanten Hospizdienste, die im letzten Jahr 30 Jahre alt wurden, ihr Büro im Alten Rathaus von Bad Ems. Als dort ein Teil von der Zimmerdecke fiel, galt es neue Räume zu finden. „Wir danken Dr. Thomas Klimaschka und Stefan Schmidt für die problemlose Aufnahme im Medical Center. Wir hatten ein super entspanntes Mietverhältnis und eine gute Hausgemeinschaft“, sagt Jennifer Ingmann.

Am Wochenende wurde in den neuen Räumen angestrichen, im alten Büro eingepackt, die Möbel transportiert. Das leistete der Vorstand unterstützt von weiteren ehrenamtlichen Helfern. Auch von außerhalb des Vereins kam Hilfe.  Einen Schreibtisch spendierte das Ehepaar Barbara und Reinhard Schönfeld nebst einem großen Bild, Mathias Klein von der Küchengalerie Klein in Montabaur übernimmt den Kücheneinbau zu Sonderkonditionen, Ehemänner von Vereinsmitgliedern übernahmen die Anstreicharbeiten.

Mit dem Umzug ins Herz von Nassau sind die ambulanten Hospizdienste nun auch fußläufig erreichbar. Die Vereinsvorsitzende erhofft sich davon, dass die Begriffe Hospiz und Trauer mehr Aufmerksamkeit im städtischen Leben bekommt und „dass wir gesehen werden“.

Die Inbetriebnahme der neuen Räume erfolgt am 1. April. Die Telefonnummer 02604 2509226 bleibt unverändert. Per E-Mail erreicht man die Dienste unter info@hospizdienste-rhein-lahn.de. Vy

Bildunterschrift:

Vorbereitung der ambulanten Hospizdienste Rhein-Lahn für den Umzug in die neuen Räume in der Nassauer Späthestraße 5. Auf dem Foto (v.l.n.r): Axel Kaiser, Gabi Maas, Tanja Baier, Michael Maas, Jennifer Ingmann. Foto: Christine Vary

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